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    Bio-Disk ist Top10 Innovation auf der LabAutomation 2005

    14.01.2005 16:00
    Das vom Land Baden-Württemberg geförderte „Bio-Disk“ Projekt wurde von der „Association for Laboratory Automation (ALA)“ aus insgesamt 400 Einreichungen unter die Top10 Innovationen der diesjährigen „Lab Automation“ gewählt.

    Die Association for Laboratory Automation (ALA) ist der internationale Verband für Labor-Automation. Der Verband organisiert jährlich die „Lab Automation“, eine Kombination aus Kongress und Ausstellung, die als weltweit führende Veranstaltung auf dem Gebiet der Automatisierung von biologischen, chemischen und medizinischen Labors betrachtet wird. Die nächste Lab-Automation findet Ende Januar 2005 mitten im „Silicon Valley“ in San José (CA) statt.

    Von einem renommierten, wissenschaftlichen Komitee wurde nun das „Bio-Disk“ Projekt unter mehr als  400 Einreichungen unter die diesjährigen Top10 Innovationen gewählt. Der Projektleiter Dr. Jens Ducrée betrachtet diese Auszeichnung als eine Belohnung des gesamten Projektteams für dessen mehrjährige interdisziplinäre Kooperation.

    Ziel des www.bio-disk.com:Bio-Disk Teams ist die Entwicklung einer neuen Technologie für die patientennahe Diagnostik. Die Bio-Disk-Technologie gleicht auf den ersten Blick dem bekannten Compact-Disc (CD) Konzept. In einem Abspielgerät („Player“) wird eine Disk eingelegt und von einem Drehmotor in Rotation versetzt. Allerdings spielt das Gerät keine Musik, sondern treibt aufgrund der Zentrifugalkraft kleine Flüssigkeitsmengen von innen nach außen, wodurch diese verschiedene biochemische Schritte durchlaufen. Somit kann beispielsweise ein kleiner Tropfen Blut aus der Fingerkuppe auf wichtige Blutwerte oder häufige Krankheitserreger getestet werden. Die Vorteile des Systems liegen in der voll automatisierten Prozessführung von der Probenaufnahme bis zum Endergebnis. Mit der Bio-Disk könnten in Zukunft aufwändige und kostspielige Bluttests, die heute in einem zentralen medizinischen Labor durchgeführt werden, direkt vom Hausarzt oder sogar von den Patienten selbst realisiert werden.

    Das Bio-Disk Konsortium wird vom Land Baden-Württemberg gefördert und setzt sich aus Forschern der Universität Freiburg (Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK; Prof. Dr. Gerald Urban, Prof. Jürgen Rühe, Prof. Dr. Roland Zengerle), Zentrum für Angewandte Biowissenschaften ( ZAB; Dr. Isabella Moser), dem Freiburger Materialforschungszentrum (FMF; Dr. Thomas Nann), Institut für molekulare Medizin und Zellforschung (IMMZ; Prof. Wolfgang Bessler; Dr. Klaus Mittenbühler)) sowie dem Institut für Mikrosystemtechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft (HSG-IMIT; Prof. Hermann Sandmaier, Dr. Stephan Messner) und dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischem Institut (NMI; Dr. Martin Stelzle ) an der Universität Tübingen zusammen.

    Weitere Informationen:
    Projektkoordinator Dr. Jens Ducrée
    Lehrstuhl Anwendungsentwicklung (Prof. Dr. Roland Zengerle)
    IMTEK – Institut für Mikrosystemtechnik
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Georges-Köhler-Allee 106
    D-79110 Freiburg
    Tel: 0761 / 203-7476
    Email: ducree@imtek.de

    Weitere Links:
    www.imtek.de/anwendungen (Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung)
    www.bio-disk.com (Bio-Disk Projekt)



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