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    EXZELLENZINITIATIVE: Beteiligung des Lehrstuhls Anwendungsentwicklung

    28.10.2007 14:40

    Der Lehrstuhl Anwendungsentwicklung ist bei dem bewilligten Exzellenzcluster "Centre for Biological Signalling Studies (bioss)" mit zwei technologischen Projekten beteiligt: dem bioss Pathway Assembler und dem bioss 4D Analyser. Sie werden es den Biologen und Medizinern ermöglichen, neue Arten von Informationen über biologische Signalprozesse mit einer unerreichten Qualität zu gewinnen und dadurch das Instrumentarium für die synthetische Biologie und die Analyse von Signaltransduktionsprozessen innerhalb und außerhalb von Zellen wesentlich zu erweitern.

    Der bioss Pathway Assembler ist ein neues System für die zeitaufgelöste und ortsaufgelöste synthetische Modulation von aufgereinigten Reaktanden für die Signaltransduktion in Mikroumgebungen. Er erlaubt es, die Menge und die Reaktionsdynamik jeder einzelnen Komponente einer Signalkaskade durch Experimente der synthetischen Biologie zu kontrollieren. Die integrierte Echtzeitdetektion ermöglicht damit Hypothesen einer Signalkaskade innerhalb von Minuten zu prüfen, ein Vorgang der heute auf der Basis von Zellkulturen Wochen benötigt.

    Der bioss 4D Analyser ist eine wegweisende neue Geräteplattform, die räumlich (3D) und zeitlich (1D) aufgelöste Bildaufnahme mit automatisierter und intelligenter Bildauswertung kombiniert, und es dabei ermöglicht zelluläre Prozesse in ihrer natürlichen Umgebung zu untersuchen. Der bioss 4D Analyser arbeitet autonom und erlaubt automatisches Selektieren der unter dem Mikroskop untersuchten, interessanten Objekte durch optische und hydrodynamische Verfahren. Dies erlaubt eine effiziente Vor-Selektion der zu untersuchenden Objekte und führt zu statistisch untermauerten, quantitativen Datensätzen der Signaltransduktion in Zellen und ganzen Organismen.

    An diesen technologischen Entwicklungen sind als außeruniversitäre Forschungsinstitute das FhG-IPM in Freiburg, als auch das HSG-IMIT in Villingen-Schwenningen beteiligt.

    Der Lehrstuhl sucht für diese Arbeiten insgesamt 4 neue Doktoranden!




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