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    Raum für Forschung an Mensch-Maschine-Schnittstellen

    17.01.2018 13:25
    Der Grundstein für das „Freiburg Institute for Machine-Brain Interfacing Technology“ ist gelegt Prof. Dr. Wolfram Burgard, Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, Finanzministerin Edith Sitzmann, Leitender Baudirektor Karl-Heinz Bühler und Rektor Prof. Dr. Schiewer beim "Verschliessen" des Grundsteines. Quelle: Uni Freiburg, Fotograf Thomas Kunz

    Prof. Dr. Wolfram Burgard, Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, Finanzministerin Edith Sitzmann, Leitender Baudirektor Karl-Heinz Bühler und Rektor Prof. Dr. Schiewer beim "Verschliessen" des Grundsteines. Quelle: Uni Freiburg, Fotograf Thomas Kunz

    Freiburg, den 17.01.2018

    Die Universität Freiburg erhält auf dem Campus der Technischen Fakultät ein neues Gebäude für Spitzenforschung: Der Grundstein für das „Freiburg Institute for Machine-Brain Interfacing Technology“ (IMBIT) ist von Edith Sitzmann, Ministerin für Finanzen Baden-Württemberg, gelegt – die Eröffnung ist für Ende 2019 vorgesehen. „Intelligente Schnittstellen zwischen Maschinen und dem menschlichen Gehirn haben das Potenzial, die Lebensqualität von Menschen mit Lähmungen oder Gehirn- und Nervenerkrankungen deutlich zu steigern. Der Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools hat mit seinen völlig neu initiierten Fragestellungen diesen Forschungsschwerpunkt weltweit sichtbar gemacht und das technisch-naturwissenschaftliche Profil der Universität Freiburg geschärft. Ich bin überzeugt, dass das IMBIT unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern optimale Bedingungen bietet und die Grundlagen dafür schafft, BrainLinks-BrainTools als zentralen Forschungsbereich unserer Universität dauerhaft zu etablieren“, sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer.

    Der Forschungsschwerpunkt Machine-Brain Interfacing Technology verfolgt das Ziel, neurotechnologische Anwendungen für Patientinnen und Patienten mit Lähmungen oder mit bisher nur unzureichend behandelbaren Gehirn- und Nervenerkrankungen wie Parkinson zu entwickeln. Ein Beispiel sind robotische Assistenzsysteme: Nutzerinnen und Nutzer könnten damit etwa einen mobilen Roboter mental ansteuern und ihn anweisen, ihnen eine Getränkeflasche zu bringen. Solche Entwicklungen erfordern Beiträge aus unterschiedlichen Fachgebieten: Neurobiologie und Materialwissenschaft liefern die Grundlagen, Forschende aus Informatik, Robotik und Mikrosystemtechnik entwickeln die Systeme, Medizinerinnen und Mediziner wenden sie an. „Wir haben als nahezu einziger Standort weltweit das Glück, die gesamte Expertise einer Hochschule als bereits gut eingespieltes Team vereint zu haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem Forschungsgebiet der intelligenten Mensch-Maschine-Schnittstellentechnologie künftig große Fortschritte erzielen werden“, betont der Informatiker Prof. Dr. Wolfram Burgard, Sprecher von BrainLinks-BrainTools.

    Das neue Zentrum bietet den Wissenschaftlern eine hochspezialisierte Infrastruktur auf 3.200 Quadratmetern: Neben Laboren, einige davon mit Großgeräten, werden zum Beispiel eine Roboterhalle und speziell abgeschirmte Räume für EEG-Experimente entstehen. Das IMBIT soll die Zusammenarbeit über Fach- und Fakultätsgrenzen hinweg stärken. „Die Forschenden haben kurze Wege und begegnen sich auch informell, was den Austausch und die Kreativität beflügelt“, beschreibt Burgard die Grundlage des Gebäudekonzepts. Zudem sei es bei diesem zukunftsweisenden Thema ein wichtiges Anliegen, den Austausch mit außeruniversitären Zielgruppen zu fördern. Dafür wird das IMBIT über einen Versammlungsraum, der partizipative Formate ermöglichen wird, verfügen. Die Gesamtbaukosten betragen circa 31,5 Millionen Euro.

    Zur Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen

    Kontakt:
    Prof. Dr. Wolfram Burgard
    Institut für Informatik / Sprecher BrainLinks-BrainTools
    Tel: 0761/203-8026
    E-Mail: burgard@informatik.uni-freiburg.de

    Natascha Thoma-Widmann
    PR/Marketing-Referentin Technische Fakultät / BrainLinks-BrainTools
    Tel: 0761/203-8056
    E-Mail: thoma-widmann@tf.uni-freiburg.de



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