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    IMBIT Bau hat begonnen

    25.10.2017 11:42
    Auf dem Campus der Technischen Fakultät entsteht das Freiburger Institute for Machine-Brain Interfacing Technology So wird das IMBIT von innen aussehen. Bild: Heinle, Wischer und Partner.

    So wird das IMBIT von innen aussehen. Bild: Heinle, Wischer und Partner.

    25. Oktober 2017

    Hinter dem Parkplatz der Technischen Fakultät nehmen Bagger und Kräne die Stellung ein: Seit einigen Wochen laufen dort die Bauarbeiten für das Institute for Machine-Brain Interfacing Technology (IMBIT). Mit der Einrichtung wird die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ihre führende Position im Bereich der Neurotechnologie stärken. Im April dieses Jahres hatte die Landesregierung die Baufreigabe erteilt. Das knapp 3100 qm an Büro- und Laborflächen umfassende Gebäude kostet 37,5 Millionen Euro und soll bis Ende 2019 fertiggestellt werden. Die Kosten werden anteilig vom Bund, dem Land und der Universität getragen. Es bietet rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine neue Arbeitsstätte. „Die Uni Freiburg möchte ihr technisch-naturwissenschaftliches Profil vertiefen und wir freuen uns, dass wir mit dem IMBIT einen besonders nachhaltigen Beitrag dazu leisten können“, sagt Prof. Dr. Wolfram Burgard, Sprecher des Exzellenzclusters BrainLinks-BrainTools, der den Antrag für den Forschungsneubau beim Wissenschaftsrat eingereicht hatte. Inhaltlich wird der Bau auch die Weiterentwicklung des Forschungsprogramms des Clusters ermöglichen.

    Der Forschungsschwerpunkt Machine-Brain Interfacing Technology verfolgt das Ziel, neurotechnologische Anwendungen für Patientinnen und Patienten mit bisher nur unzureichend behandelbaren Gehirn- und Nervenerkrankungen zu entwickeln. Das können beispielsweise robotische Assistenzsysteme sein, die ihr Nutzer mental ansteuern kann. Dazu braucht es Expertise aus unterschiedlichsten Fachgebieten: Neurobiologie und Materialwissenschaft liefern die Grundlagen, Forschende aus Informatik, Robotik und Mikrosystemtechnik entwickeln die Systeme, Medizinerinnen und Mediziner wenden sie an. „Und wir haben als nahezu einziger Standort weltweit das Glück, die gesamte Expertise einer Hochschule als bereits gut eingespieltes Team vereint zu haben,“ freut sich Burgard.

    Um dem ambitionierten Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gerecht zu werden und um ihre verschiedenen Hintergründe in ein sinnvolles Ganzes zu integrieren, beinhaltet das Zentrum eine hochspezialisierte Infrastruktur: Neben Laboren, einige davon mit Großgeräten, sollen zum Beispiel eine Roboterhalle und eine Serverfarm entstehen. Das IMBIT soll aber auch die Multidisziplinarität stärken und Stätte des Austauschs zwischen Wissenschaftlern sowie außeruniversitären Zielgruppen werden: „Nur durch einen sehr regelmäßigen Austausch ist interdisziplinäre Zusammenarbeit wirklich möglich. Auch dass wir bei einem so zukunftsweisenden Thema die Öffentlichkeit mit einbeziehen wollen ist uns ein wichtiges Anliegen“, kommentiert Burgard den Ansatz. Deshalb ist ein Versammlungsraum geplant, der verschiedene partizipative Formate ermöglichen wird.

    Die Albert-Ludwigs-Universität verspricht sich durch das Bauvorhaben, in den nächsten Jahrzehnten ihren Platz im internationalen Spitzenfeld medizintechnischer Forschungsstandorte zu behaupten und die Forschungsarbeiten des Clusters BrainLinks-BrainTools dauerhaft in Freiburg zu verankern. Und nicht nur wissenschaftlich steht alles im Zeichen der Nachhaltigkeit: Der Neubau wird über das Nahwärmenetz des Universitätsklinikums mit Wärme versorgt und mit seiner hochmodernen Anlagentechnik verfügt er über optimale Voraussetzungen für einen energieeffizienten Betrieb.



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