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    Bund fördert Gründungsprojekt

    10.10.2016 12:31
    Ein Vorhaben an der Technischen Fakultät befasst sich mit der Desinfektion bei Zahnwurzelbehandlungen Effizienter als bisherige Methoden: Das elektrisch aktivierte Gas, so genanntes Plasma (im Bild lila), tötet Bakterien in der Zahnwurzel ab. Foto: Loïc Ledernez/Richard Bruch

    Effizienter als bisherige Methoden: Das elektrisch aktivierte Gas, so genanntes Plasma (im Bild lila), tötet Bakterien in der Zahnwurzel ab. Foto: Loïc Ledernez/Richard Bruch

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert mit dem EXIST-Forschungstransfer-Programm ein Projekt an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg mit einer Summe von knapp 850.000 Euro. Ein Team der Universität und des Universitätsklinikums Freiburg hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Zahnwurzelkanäle effizienter desinfiziert werden können als mit bisherigen Methoden. Das Programm des BMWi will den Unternehmergeist an Hochschulen stärken und den späteren Gründerinnen und Gründern den Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern.

    Jährlich werden allein in Deutschland circa zehn Millionen Zahnwurzelkanäle behandelt. Ein Drittel dieser Behandlungen erweisen sich mittelfristig als klinisch unzureichend – ein Hauptgrund dafür ist eine unzureichende Desinfektion der Wurzelkanäle. Dieses Problems hat sich ein Team der Universität und des Universitätsklinikums Freiburg mithilfe eines Plasmajets angenommen. Darunter versteht man einen elektrisch aktivierten Gasfluss, der bakterienabtötende Teilchen enthält. Er desinfiziert Wurzelkanäle deutlich besser, als dies mit bisherigen Verfahren möglich ist. Die Methode verkürzt zudem die Behandlungsdauer und verringert erheblich die Gefahren für Patientinnen und Patienten, etwa durch potenziell zellschädigende Spülflüssigkeiten. Die Technologie befindet sich momentan im präklinischen Test und soll 2018 einem ersten Anwenderkreis zur Verfügung stehen. Das Team besteht aus Projektleiter Dr. Loïc Ledernez, Dr. Michael Bergmann, Florian Engesser und Samuel Liebs, Mitarbeiter der Professur für Sensoren am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) bei Prof. Dr. Gerald Urban, sowie Prof. Dr. Markus Altenburger, Oberarzt der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Universitätsklinikums Freiburg bei Prof. Dr. Elmar Hellwig.

    Unterstützt wurde das Team vom Gründerbüro der Albert-Ludwigs-Universität, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit zukunftsträchtigen Ideen berät, die ein Startup gründen möchten.

    www.gruenden.uni-freiburg.de


    Kontakt:
    Dr. Loïc Ledernez
    Institut für Mikrosystemtechnik – IMTEK
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-7269
    E-Mail: ledernez(at)imtek.de


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