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    Ein zweites Leben für Elektroteile

    18.08.2015 09:55
    Das Institut für Mikrosystemtechnik schickt Lehrplatinen an eine Universität im Irak Prof. Dr. Leonhard Reindl (rechts) und Omar Gorgies mit einer der 39 Platinen, die sie der University of Technology Bagdad/Irak spendeten. Foto: IMTEK

    Prof. Dr. Leonhard Reindl (rechts) und Omar Gorgies mit einer der 39 Platinen, die sie der University of Technology Bagdad/Irak spendeten. Foto: IMTEK

    Anstatt ihre für die Lehre verwendeten elektronischen Teile nach Gebrauch wegzuwerfen, suchten Wissenschaftler des Instituts für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg nach einer neuen Einsatzmöglichkeit: Auf Initiative von Prof. Dr. Leonhard Reindl, Professur für Elektrische Mess- und Prüfverfahren, und seinem Doktoranden Omar Gorgies schickten sie der University of Technology Bagdad/Irak 39 Platinen. Gorgies, der selbst aus dem Irak stammt, absolvierte ein Masterstudium in Elektrotechnik an der University of Technology Bagdad.

    Bei Platinen handelt es sich um Träger elektronischer Bauteile, die in nahezu jedem Elektrogerät – etwa in Handys, Druckern, Kaffee- und Spülmaschinen – enthalten sind. Sie kommen bei der Lehre in den Bereichen Mikrocomputer und Mikroprozessor zum Einsatz: Studierende können den Umgang mit deren internen und externen Einheiten sowie die Softwareprogrammierung üben. Außerdem schickten die Wissenschaftler Lernanleitungen auf Englisch an ihre irakischen Kolleginnen und Kollegen. Beispielsweise sollten die Studierenden aus den Platinen, die mit Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet sind, mittels drahtloser Datenübertragung Walkie-Talkies anfertigen. In einer anderen Übung sollten sie die serielle Kommunikation zwischen Platine und Rechner herstellen.



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