Uni-Logo

Direktzugriff

    Spindiag bringt PCR-Schnelltest für SARS-CoV-2 auf den Markt

    16.11.2020 14:57
    Start-up der Professur für Anwendungsentwicklung und von Hahn-Schickard feiert in Stuttgart den Markteintritt Spindiag erhält EU-Marktzulassung für Rhonda Corona-PCR-Schnelltest. Quelle: Spindiag GmbH

    Spindiag erhält EU-Marktzulassung für Rhonda Corona-PCR-Schnelltest. Quelle: Spindiag GmbH

    Einfach und sicher zu bedienen, zeitsparend und mobil einsetzbar – das zeichnet das Testsystem aus, das seit dem 16.11.2020 als CE-IVD-zugelassenes Medizinprodukt der Spindiag GmbH auf dem Markt ist. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte das Freiburger Medizintechnik-Unternehmen Spindiag GmbH zusammen mit Hahn-Schickard als Forschungs- und Entwicklungsdienstleister sowie unterstützt durch die Professur für Anwendungsentwicklung des Instituts für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg den PCR-basierten Corona-Schnelltest auf Basis eines vorhandenen Testsystems zum Nachweis von antibiotikaresistenten Keimen.

    Seit 17 Jahren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Professor Dr. Roland Zengerle unter dem Dach der Universität Freiburg und seit vielen Jahren mit Unterstützung durch Hahn-Schickard auf dem Gebiet „Lab-on-a-Chip“. Getreu dem Leitgedanken „Visions to products“, also Visionen in reale Produkte zu überführen, ist mit der Markteinführung des von der Spindiag GmbH zugelassenen PCR-Schnelltests für SARS-CoV-2 nun ein weiteres eindrucksvolles Erfolgsbeispiel gelungen. Bereits mehrmals entstanden in der Vergangenheit aus der Grundlagenforschung an der Universität Freiburg heraus konkrete Produktvisionen, die über die angewandte Forschung und Entwicklung bei Hahn-Schickard nahtlos in die industrielle Anwendung überführt werden konnten. Sie wurden entweder durch etablierte Unternehmen oder durch gemeinsame Firmengründungen auf den Markt gebracht: Die BioFluidix GmbH war eine der ersten Firmen, die aus dieser Kooperation mit der Universität im Jahr 2005 entstanden ist. Es folgten weitere wie das Life-Science-Unternehmen cytena GmbH (2014), die Spindiag GmbH (2016) oder die Biotech-Gründung Actome GmbH im Jahr 2018.

    Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützte die Entwicklungsphase des SARS-CoV-2-Tests bei Spindiag und Hahn-Schickard mit einer Fördersumme von 6 Millionen Euro. Die Universität Freiburg war und ist unterstützend in dieses Projekt, das noch bis März 2021 läuft, eingebunden. Einer der ersten Standorte, der den innovativen PCR-Schnelltest einführt, ist nun das Klinikum Stuttgart. Als regionales COVID-19-Versorgungszentrum nimmt das Klinikum Stuttgart eine herausragende Rolle in der Pandemiebewältigung durch Diagnostik und Therapie ein. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut überzeugte sich am 16. November zur Markteinführung des Spindiag-Testsystems Rhonda vor Ort und ließ sich damit testen.

    Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat die Entwicklung und wirtschaftliche Verwertung des Corona-Schnelltests schon im November 2020 mit einer Auszeichnung gewürdigt: Ihr DPG-Technologietransferpreis 2021 geht gemeinschaftlich an Spindiag, Hahn-Schickard, das IMTEK sowie die Zentralstelle für Technologietransfer (ZFT) der Universität Freiburg. 

    Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg
    Pressemitteilung Spindiag

    Kontakt:

    Prof. Dr.-Ing. Roland Zengerle
    Professur für Anwendungsentwicklung
    Institut für Mikrosystemtechnik - IMTEK
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

    Telefon:  +49 761/203-73200

    E-Mail:  
    zengerle(at)imtek.uni-freiburg.de



    Benutzerspezifische Werkzeuge