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    Und nun zum Wetter

    09.08.2016 10:26
    Mit Energie aus dem Wasser speichert eine intelligente Messstation meteorologische Daten und kommuniziert mit Passanten Station im Gewerbekanal: Thomas Schaechtle (links) und Eiko Bäumker haben teilweise mit einfachen Mitteln gearbeitet – der ins Wasserrad eingebaute Prozessor ist ein gebrauchtes Handy für 20 Euro. Foto: Thomas Kunz

    Station im Gewerbekanal: Thomas Schaechtle (links) und Eiko Bäumker haben teilweise mit einfachen Mitteln gearbeitet – der ins Wasserrad eingebaute Prozessor ist ein gebrauchtes Handy für 20 Euro. Foto: Thomas Kunz

    Für alle, die wissen wollen, wie heiß oder feucht die Luft in der Freiburger Innenstadt ist: Mit ihrem Projekt „Molae Quaesitae“ haben der Mikrosystemtechnik-Student Thomas Schaechtle und der Informatiker Eiko Bäumker vom Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg eine energieautarke Wetterstation entwickelt. „Reine Datenaufnahme war gestern“, lautet ein Motto des Vorhabens: Das System nimmt nicht nur meteorologische Daten auf und speichert sie zur späteren Verwendung, sondern lädt auch Passantinnen und Passanten über eine App zum Mitmachen ein.

    Im Gewerbekanal der Gerberau im Freiburger Stadtzentrum nimmt das aus Wasserkraft gespeiste System Messdaten wie Pegelstand, Luft- und Wassertemperatur sowie Ozonwerte auf und zeigt sie an. Das geschieht über eine rotierende LED-Anzeige. Auf ihr haben Grafiken und zudem kleine Sprüche und Informationen wie etwa historische Fakten oder Anekdoten Platz. Über ein Smartphone können sich Passanten vor Ort in das W-LAN „Molae Qaesitae“ einwählen, dann die Daten herunterladen und eigene Sprüche oder Botschaften beisteuern, die die Wetterstation anzeigt.

    „Aus unserem Bastlerprojekt zu Hause ist dank der Unterstützung der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und der Arbeitsgruppe Konstruktion von Mikrosystemen am IMTEK ein‚richtiges Projekt geworden“, sagt Bäumker. Die beiden Nachwuchsforscher haben eineinhalb Jahre an der Station getüftelt und teilweise mit einfachen Mitteln gearbeitet – der ins Wasserrad eingebaute Prozessor ist ein gebrauchtes Handy für 20 Euro. Unterstützung bei der Programmierung der App erhielten sie von Marcel Gangwisch und Layla Franke, die Informatik studieren. Der Standort Gewerbekanal ist auch sorgsam gewählt, berichtet Schaechtle schmunzelnd: „Ursprünglich wollten wir die Wetterstation in der Dreisam aufstellen, doch da gab es Bedenken, dass wir die Fische stören könnten.“

    Beitrag im SWR über „Molae Quaesitae“


    Webseite des Projekts


    Kontakt:
    Eiko Bäumker
    Institut für Mikrosystemtechnik – IMTEK
    Arbeitsgruppe Konstruktion von Mikrosystemen
    Tel: 0761/203-67677
    E-Mail: eiko.baeumker(at)imtek.uni-freiburg.de

    Natascha Thoma-Widmann
    PR-/Marketing-Referentin
    Technische Fakultät
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel: 0761/203-8056
    E-Mail: thoma-widmann(at)tf.uni-freiburg.de



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