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    Wenn Forschung Wissen schafft: der »IMTEK Research Day«

    16.12.2013 10:08
    Am Montag, den 9.12., veranstaltete das Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg seinen jährlichen Forschungstag. Wissenschaftler des IAF diskutieren ihre neuesten Ergebnisse.

    Wissenschaftler des IAF diskutieren ihre neuesten Ergebnisse.

    Der »IMTEK Research Day« bietet den Besuchern die Möglichkeit sich über die Forschungsaktivitäten des Instituts und die aktuellen Ergebnisse auszutauschen. Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF waren mit Präsentationen in den Bereichen Optoelektronik und Verbindungshalbleiter vertreten.

    Aus dem Forschungsbereich Optoelektronik wurden Projekte zur Entwicklung von Laser- und Leuchtdioden (LEDs) vorgestellt. Eine der Forschungsgruppen zeigte Ergebnisse zu einem Cochlea-Implantat, bei dem LEDs wie eine Lichtorgel die Nervenzellen im Innenohr anregen. Den Wissenschaftlern ist es kürzlich gelungen ein 1 cm langes und ¼ mm breites Implantat mit 100 einzeln ansteuerbaren LEDs zu entwickeln.

    Mit dem Ziel ein kompaktes Kurzpuls-Lasersystem zu entwickeln wurden von einer weiteren Forschungsgruppe erstmals violette und blaue LEDs in einen externen Resonator eingebaut. Dieser ermöglicht sehr kurze Pulse mit Pulszeiten unter einer Picosekunde. Des Weiteren arbeitet eine Gruppe von Wissenschaftlern an epitaktisch gewachsenen Schichten für effiziente grüne LEDs, bei denen die Gitterkonstante vom GaN-Substrat an die des InGaN-Quantenfilms angepasst wird. Dazu wurden Ergebnisse einer räumlich hoch aufgelösten Photolumineszenz-Spektroskopie teilweise relaxierter Schichten vorgestellt, bei der der Fokus auf Wechselwirkungen zwischen Versetzungen und Verspannungen lag.

    Der Forschungsbereich Verbindungshalbleiter präsentierte zum einen die Ergebnisse einer Studie, die das Potenzial von schwingenden Nano-Diamantkugeln für Hochfrequenzfilter bestätigt. Zum anderen wurde die erst kürzlich gelungene Entwicklung eines breitbandigen Verstärkers für den Mobilfunk gezeigt. Dieser zeichnet sich durch eine besonders hohe Effizienz aus.

    Für die Wissenschaftler selbst bedeutet der Forschungstag eine Gelegenheit zum internen Austausch. Andreas Steffen, der seine Masterarbeit am Fraunhofer IAF schreibt, fand es insbesondere interessant zu sehen, wie viele verschiedene Forschungsaktivitäten am IMTEK laufen. Er selbst stellte die Entwicklung eines optischen Gas-Sensors auf der Basis von III/V-Halbleitern vor. »Das Besondere an diesem Sensor ist, dass sowohl die Stimulation als auch die Detektion rein optisch erfolgt«, erklärt Steffen bei seiner Präsentation.



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