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    Archiviert für eine Million Jahre

    24.07.2017 15:23
    Wissenschaftler diskutieren wie die wichtigsten Aspekte zeitgenössischer Kultur für lange Zeit bewahrt werden können Foto: Andreas Manz

    Foto: Andreas Manz

    Freiburg, den 24.07.2017

    Kaum einer ist sich im Klaren darüber, dass digitale Daten nur eine sehr kurze Speicherzeit aufweisen und als Speichermedium deutlich gefährdeter sind als Keilschrifttexte oder Bücher. So können Informationen, Kulturobjekte und Schlüsselaspekte der menschlichen Kultur im Laufe der Zeit verschwinden.

    Mehr als 40 Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt treffen sich am

    02. bis 04. August 2017 zum „Human Document Project 2017“ im FRIAS-Gebäude der Universität, Albertstraße 19, 79104 Freiburg,

    um über neue Ideen und Lösungen zu diskutieren, wie wichtige Aspekte zeitgenössischer Kultur für sehr lange Zeit bewahrt werden können. Schon öfter gab es sogenannte „Dark Ages“, wie zum Beispiel das Mittelalter, die einen Kulturbruch bedeuteten und in denen wichtige Informationen verloren gingen. „Bei einem Kulturbruch muss man heute nicht unbedingt an einen Atomkrieg oder den Klimawandel als Auslöser denken, sondern auch politische und religiöse Strömungen können Änderungen im kulturellen Verständnis herbeiführen. So bringen beispielsweise amerikanische Universitäten ihre Datenbanken die Klimaforschung betreffend außer Landes“, erklärt Prof. Gerald Urban vom Institut für Mikrosystemtechnik – IMTEK der Technischen Fakultät der Universität Freiburg. Er organisiert gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Dr. Jochen Kieninger den Workshop.

    Das Human Document Project befasst sich mit allen relevanten Aspekten der Datenspeicherung: Inhalt, Speichersysteme, Technologie, Material des  Datenträgers, Schutz der Speichermedien, Codierung und Verschlüsselung. Aus diesen vielseitigen Fragestellungen heraus handelt es sich um ein multidisziplinäres Projekt, zu dem praktisch alle Natur- und Geisteswissenschaften beitragen.

    Die Mikrosystemtechnik kann beispielsweise über die Siliziumtechnologie Daten in mechanischer Form, z.B. durch Ätzen, über sehr lange Zeiträume speichern. Das IMTEK ist hierbei weltweit eine der führenden Institutionen und ein wichtiger Ansprechpartner. „Jüngste Entwicklungen weltweit zeigen, dass das Bewahren von unserem Wissen auch in der unmittelbaren Zukunft brisant ist“, stellt Urban fest.

    Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, die Tagung zu besuchen. Am 02. August findet um 10.00 Uhr ein Pressegespräch statt.

    Weitere Informationen zum Workshop:  http://hudoc2017.manucodiata.org/index.php

     

    Kontakt:
    Prof. Dr. Gerald Urban
    Professur für Sensoren
    Institut für Mikrosystemtechnik – IMTEK
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-7260
    E-Mail: gerald.urban(at)imtek.uni-freiburg.de


    Natascha Thoma-Widmann
    Referentin PR/Marketing
    Technische Fakultät
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-8056
    E-Mail: thoma-widmann(at)tf.uni-freiburg.de



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