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    Freiburger Innovationspreis 2021

    02.07.2021 09:01
    Technologiestiftung BioMed Freiburg zeichnet mit Phaseform und Spindiag zwei Ausgründungen des Instituts für Mikrosystemtechnik der Technischen Fakultät aus Foto: © Technologiestiftung BioMed Freiburg | D. Schoenen

    Foto: © Technologiestiftung BioMed Freiburg | D. Schoenen

    Bereits zum 15. Mal vergab die Technologiestiftung BioMed Freiburg den Freiburger Innovationspreis. Er ist mit insgesamt 10.000,-€ dotiert und wurde dieses Jahr an insgesamt sechs Preisträger verliehen, die sich gegen ein großes Bewerberfeld von 35 Teilnehmern durchsetzten. Mit dem Preis werden seit 1992 im zweijährlichen Turnus die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, der Ideenreichtum und die Innovationskraft von Unternehmern, Gründern und Forschern aus der Wirtschaftsregion Freiburg gewürdigt.

    Die Preisträger der Technischen Fakultät:

    Phaseform GmbH
    (Aus der IMTEK-Professur für Mikrooptik hervorgegangenes Start-up)
    Adaptive Optiksysteme der neuesten Generation:

    Phaseform entwickelt und vertreibt basierend auf innovativer Hard- und Software adaptive Optiksysteme, mit denen in naher Zukunft bald jedes kommerzielle Mikroskop ausgestattet sein wird. Der Firmenname "Phaseform" des im Jahr 2020 gegründeten Spin-off des Instituts für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg leitet sich von der Phase des Lichts ab, die manipuliert und geformt wird. Das Herzstück ist dabei eine am IMTEK entwickelte optofluidische Komponente, die sogenannte "deformierbare Phasenplatte" (DPP). Diese ist ein transparentes optisches Bauteil, die komplexe Verzerrungen des Lichts präzise korrigieren kann. Es erlaubt auf effiziente Weise eine Vielzahl von optischen Verzerrungen in höchster Genauigkeit dynamisch zu korrigieren, und sozusagen nur das "Beste" aus den jeweiligen optischen Systemen herauszuholen. Somit können deren Schärfe, Kontrast, Intensität und Tiefenauflösung signifikant verbessert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen "Deformierbaren Spiegeln", arbeitet die DPP in Transmission, d.h. sie ist durchsichtig bzw. refraktiv - dies erlaubt die Entwicklung von kompakten und günstigen, und einer Vielzahl von völlig neuartigen optischen Systemen.
    www.phaseform.com

    SpinDiag GmbH

    (Aus der IMTEK-Professur für Anwendungsentwicklung und Hahn-Schickard hervorgegangenes Start-up)
    Schneller Nachweis von Infektionserregern:

    Die 2016 aus dem Freiburger Hahn-Schickard-Institut für Mikroanalysesysteme heraus gegründete Spindiag GmbH ist ein schnell wachsendes Medizintechnikunternehmen mit Sitz im BioTechPark Freiburg. Mit "Rhonda" hat das noch junge Start-up ein PCR-basiertes Schnelltestsystem für den verlässlichen Nachweis von Infektionserregern wie SARSCoV-2 und weiteren viralen und bakteriellen Pathogenen direkt am Point of Care, also direkt am Ort der Patientenversorgung, entwickelt. Rhonda ist ein sicheres, einfaches und effizientes in-vitro diagnostisches System zur umfassenden Infektionskontrolle. Es ermöglicht Ärzten und medizinischem Personal, direkt am Ort der Probenahme und ohne logistik-bedingte Wartezeiten Abstriche mit der Goldstandardmethode PCR im Schnelltestformat zu untersuchen. Insbesondere unter der pandemischen Lage ist dabei die Effizienz, die Rhonda den Anwendern in Klinik und Praxis bietet, von Bedeutung. Testergebnisse liegen in deutlich unter einer Stunde vor. Daher wurde die Entwicklung von Rhonda Tests zu Beginn der Covid-19-Pandemie mit einer Forschungsförderung vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg unterstützt. Im vergangenen November hat Spindiag die EU-Marktzulassung für seinen PCR-basierten Corona Schnelltest erhalten. Spindiag plant, die Plattform weiter auszubauen und diese auch für weitere Infektionserreger nutzbar zu machen. Neben Tests für respiratorische Erreger wie beispielsweise Influenza ist geplant, den im vergangenen Jahr aufgrund von Corona zurückgestellten Test zum Nachweis von antibiotikaresistenten Keimen zur Marktreife zu bringen.
    www.spindiag.de

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