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    Neues Prorektorat für Digitale Transformation

    23.11.2018 09:21
    Gerhard Schneider, Inhaber der Professur für Kommunikationssyteme am Institut für Informatik und Direktor des Rechenzentrums der Universität Freiburg, tritt Amt zum 1. Dezember 2018 an Rektor Hans-Jochen Schiewer (links) und der neu gewählte Prorektor Gerhard Schneider. Foto: Thomas Kunz

    Rektor Hans-Jochen Schiewer (links) und der neu gewählte Prorektor Gerhard Schneider. Foto: Thomas Kunz

    Freiburg, 21.11.2018

    Der Senat hat Prof. Dr. Gerhard Schneider, Inhaber der Professur für Kommunikationssysteme und Direktor des Rechenzentrums, zum ersten Prorektor für Digitale Transformation der Universität Freiburg gewählt. Der Informatiker tritt sein neues Amt zum 1. Dezember 2018 an. Es handelt sich um ein nebenamtliches Prorektorat. „Die Digitale Transformation wird Forschung, Lehre und Universität in den kommenden Jahren fundamental verändern“, betont Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer. „Aus diesem Grund verankern wir dieses zentrale Aufgabenfeld in der Hochschulleitung: Die Aufgabe des neuen Prorektorats besteht darin, Daten- und Informationsstrukturen sowie digitale Workflows zu etablieren, die Forschung und Lehre an der Universität Freiburg entscheidend unterstützen und voranbringen.“

    In seinem neuen Amt will Schneider zunächst Aspekte des Managements von Forschungsdaten angehen, da der verantwortungsvolle Umgang mit Datenbeständen zur Kernkompetenz einer Universität werde: Erkenntnisse aus Experimenten oder Exkursionen werden publiziert, die zugrunde liegenden großen Datenmengen jedoch sind häufig nicht öffentlich zugänglich. Eine Nutzung durch Dritte oder die erneute Nutzung zu einem späteren Zeitpunkt werden dadurch unmöglich. Neben zuverlässigen Prozeduren zum langfristigen Speichern ist die Auffindbarkeit von Daten ebenso wichtig wie ihre Interpretierbarkeit – insbesondere, wenn sie unter alten Systemumgebungen oder mit an den Hersteller gebundenen Programmen erfasst wurden. „Forschungsinfrastrukturen wie Hochleistungsrechner, schnelle Datennetze oder große Speichersysteme sind unverzichtbare Werkzeuge für die Wissenschaft, da durch Simulationsrechnungen oder schnelle Auswertung großer Datenmengen neue Erkenntnisse gewonnen werden können“, erläutert Schneider. Sie ermöglichen heute auch die Nutzung moderner IT-basierter Methoden bis hin zu Ansätzen aus der künstlichen Intelligenz. Dies verändert die Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen in allen Disziplinen – die Digitale Transformation – mit Folgen bei der Ausbildung oder beim Ressourceneinsatz, führt Schneider aus: „Diese Veränderungen werden im Fokus des neuen Prorektorats stehen.“

    Gerhard Schneider hat an den Universitäten Erlangen und Oxford/England Mathematik und Physik studiert. An der Universität Essen wurde er 1981 promoviert und 1988 in Mathematik habilitiert. Ab 1989 war er dort Leiter der Datenverarbeitung am neu gegründeten Institut für Experimentelle Mathematik. 1992 erhielt Schneider einen Ruf auf eine Professur für Dezentrale Systeme an der Universität Karlsruhe. Dort war er zugleich stellvertretender Leiter des Universitätsrechenzentrums. 1997 wurde er Geschäftsführer der Gesellschaft für Wissenschaftliche Datenverarbeitung in Göttingen und 1999 auf eine Professur für Praktische Informatik an der dortigen Universität berufen. Seit 2002 ist er Inhaber der Professur für Kommunikationssysteme und Direktor des Rechenzentrums der Universität Freiburg – Rufe nach Rostock und nach Hamburg hat Schneider abgelehnt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Langzeitarchivierung und Forschungsdatenmanagement.

    Vita von Gerhard Schneider

    Kontakt:
    Prof. Dr. Gerhard Schneider
    Rechenzentrum
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-4625
    E-Mail: direktor@rz.uni-freiburg.de



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