Uni-Logo

Direktzugriff

    Universitätslehrpreis 2011 für Prof. Dr. Jan Korvink

    21.06.2011 11:49
    Der Inhaber des Lehrstuhls für Simulation am Institut für Mikrosystemtechnik erhält die Auszeichnung für den Kurs "Design Lab". Prof. Dr. Jan Korvink

    Prof. Dr. Jan Korvink

    Der Senat der Universität Freiburg hat über die Vergabe des Universitätslehrpreises entschieden. Drei Lehrende werden für ihre herausragenden Lehrveranstaltungen auf hohem inhaltlichen und didaktischen Niveau und für besonders innovative Lehrkonzepte mit 10.000 beziehungsweise 7.500 Euro ausgezeichnet: Dr. Janina Kirsch, Bernstein Center Freiburg, Prof. Dr. Jan G. Korvink, Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK), und Bent Gebert, Deutsches Seminar. Die Preise werden im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Akademischen Jahres am 26. Oktober 2011 im Audimax, Kollegiengebäude II, verliehen.
     
    Die Preisträgerinnen und Preisträger in der Einzelbewertung:
     
    Dr. Janina Kirsch gelingt es in ihrer Lehrveranstaltung „Das menschliche Gehirn – ein Mal- und Bastelkurs“ Studierende im Bachelor- Studiengang Biologie anschaulich in die Anatomie des Gehirns einzuführen und die Funktionen der einzelnen Hirnareale zu verdeutlichen. Mit Hilfe eines Konzeptes, das die Hemmschwelle vor diesem komplexen Thema senken soll, erfahren die Studierenden aktiv die Anatomie des Gehirns. Sie sollen zum einen die zu lernenden Strukturen tatsächlich begreifen und zum anderen neurowissenschaftliche Lerninhalte positiv erleben. In den Sitzungen werden unter anderem die unterschiedlichen Substrukturen im Gehirn durch Knetmasse modelliert sowie die Darstellung der jeweiligen neuronalen Verbindungen mittels Perlen und Bindfäden veranschaulicht.
     
    Aufgrund der Tatsache, dass Frau Dr. Kirsch die Lehrveranstaltung ohne eigentliche Lehrverpflichtung freiwillig anbietet, hebt der Senat das besondere Engagement der Kandidatin für die Lehre hervor.
     
    Prof. Dr. Jan G. Korvink erhält die Auszeichnung für den Kurs „DesignLab“. In internationalen Fünfergruppen schlüpfen die Studierenden zwei Semester lang in die Rolle eines Projektleiters, Produktdesigners oder Entwicklungsingenieurs und entwerfen, bauen und demonstrieren ein technisches System. Im laufenden Kurs ist das ein so genanntes Rasterkraftmikroskop, mit dem man einzelne Atome sichtbar machen kann. Lediglich das Budget von 200 Euro ist vorgegeben – mehr darf das System nicht kosten. Alles andere hängt von der Kreativität der Studierenden ab. Der Fokus im DesignLab liegt auf der Entwicklung von Soft Skills wie Teamarbeit, Selbstorganisation und Strategiebildung, daneben lernen die Studierenden Simulations- und Fertigungsmethoden. Neben dem Aufbau einer eigenen Internetseite zum Datenaustausch und zur Dokumentation schreiben die Teams einen Projektbericht, stellen ein Präsentationsposter und eine kleine Broschüre her.
     
    Bent Gebert wird für sein interaktives und für die sprach- und geisteswissenschaftliche Lehre innovatives Lehrmodell geehrt, das er für sein Proseminar „Gottfried von Straßburg, Tristan“ entwarf. Mit Hilfe eines Internet-Wikis als Plattform zur Publikation verschiedenster Artikel über das Thema ermöglichte Gebert ein Arbeiten am Stoff des Tristan-Romans, das weit über die üblichen Grenzen einer einzelnen Thematik hinausging. Im Laufe des Semesters entstand mit dem so genannten „MediaeWiki“ eine wissenschaftlich fundierte Online-Informationsplattform. Die Studierenden haben die Artikel selbst geschrieben und gegenseitig redigiert, so mussten sie sich intensiv und multiperspektivisch mit dem Lernstoff auseinandersetzen.
     
     
     
     
    Kontakt:
    Dr. Christina Schoch
    Referentin des Vizerektors/
    Marketing und Wissensmanagement
    Tel.: 0761/203-4441
    E-Mail: schoch(at)verwaltung.uni-freiburg.de



    Benutzerspezifische Werkzeuge