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    Computer, die man nicht sieht

    04.07.2012 11:14
    Die Technische Fakultät richtet zum Wintersemester 2012/13 den Master-Studiengang Embedded Systems Engineering ein

    Zum Wintersemester 2012/13 startet an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg der Master-Studiengang ESE. Die Abkürzung steht für Embedded Systems Engineering, also die Entwicklung von eingebetteten Systemen: „Computer, die man nicht sieht“, ohne die aber zum Beispiel Airbags, ABS-Systeme, MP3-Player oder Smartphones nicht funktionieren würden. „Die Technische Fakultät bietet mit ihrer bundesweit einmaligen Kombination aus einem Institut für Informatik und einem Institut für Mikrosystemtechnik das optimale Umfeld für den Master-Studiengang ESE, der das bisherige Angebot des gleichnamigen Bachelorstudiengangs und des Weiterbildungsprogramms Intelligente Eingebettete Mikrosysteme optimal ergänzt“, sagt Dekan Prof. Dr. Bernd Becker.

    Eingebettete Systeme zählen zu den Schlüsseltechnologien. Schon heute kommen Menschen in Europa im Durchschnitt täglich mit etwa 60 bis 100 dieser Systeme in Berührung. Neue Funktionalitäten, die Signale aus der Umwelt registrieren, intelligente Entscheidungen treffen und mit der Umwelt sowie den Benutzerinnen und Benutzern in Wechselwirkung treten, finden sich in immer mehr Gebrauchsgegenständen. Typische Anwendungen gibt es zum Beispiel in der Automobilbranche, Luft- und Raumfahrt, Telekommunikation, Medizintechnik, Medien- und Unterhaltungstechnik oder bei der Steuerung und Regelung von Produktionsprozessen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen in Freiburg unter anderem an einer intelligenten, mit Drucksensoren ausgerüsteten Zahnspange, einer automatischen Notbremse für Autos oder einer Sturzüberwachung für allein lebende Seniorinnen und Senioren.

    Der zweisprachige Studiengang (Deutsch/Englisch) richtet sich an die ersten Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs ESE, der zum Wintersemester 2009/10 an der Technischen Fakultät eingerichtet wurde, und an Absolventen der Informatik, Mikrosystemtechnik, Ingenieurstechnik oder verwandter Fächer. Die Berufsaussichten gelten als hervorragend: Industrieverbände wie Bitkom, der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) erwarten auf dem Feld der eingebetteten Systeme über Jahre hinweg hohes Wachstum. Gerade für Unternehmen aus der Automobilindustrie, Produktionstechnik und dem Maschinenbau, die in Baden-Württemberg traditionell wichtige Branchen sind, sowie aus den Lebenswissenschaften, die im Dreiländereck im Südwesten besonders stark sind, bestehe ein großer Bedarf an Absolventen.

    Weitere Informationen:
    www.ese.uni-freiburg.de


    Kontakt:
    Prof. Dr. Bernd Becker
    Institut für Informatik
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-8141
    E-Mail: becker(at)informatik.uni-freiburg.de

    Natascha Thoma-Widmann
    PR/Marketing-Referentin
    Technische Fakultät
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-8056
    E-Mail: thoma-widmann(at)tf.uni-freiburg.de



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