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    Zukunftsweisende Ergebnisse: menschliches Gewebe aus dem Drucker

    13.11.2020 19:15
    Neun Partner aus Forschung und Industrie entwickelten einen 3D-Bioprinter, mit dem funktionale menschliche Gewebe mit Blutgefäßen gedruckt werden können. Prototyp eines 3D-Bioprinters, Copyright: Jonas Neugebauer

    Prototyp eines 3D-Bioprinters, Copyright: Jonas Neugebauer

     

    Das Herzstück des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „3D-Bio-Net“ ist ein 3D-Bioprinter-Prototyp, der das Drucken funktionaler künstlicher Gewebe z.B. unter Verwendung menschlicher Stammzellen ermöglicht und dabei innovative Drucktechnologien und -prozesse nutzt. Es wurde eine umfassende generische Plattform für das dreidimensionale Drucken lebender Zellen und Gewebe etabliert, die Materialien, Prozesse, Hard- und Software und Testsysteme für z.B. Medikamente umfasst, und auch im Hinblick auf künftige medizinische Anwendungen regulatorische Anforderungen berücksichtigt.

    „Die Produkte, die auf Basis der Plattform entwickelt werden können, sind alles Produkte, die einerseits perspektivisch in die Medizin Einzug halten oder Systeme für die Testung von Wirkstoffen in vitro, d.h. im Reagenzglas, in der Forschung, um damit Tierversuche unnötig zu machen“, erklärt Dr. Peter Koltay, Leitender Wissenschaftler an der Professur für Anwendungsentwicklung und Sprecher des 3D-Bio-Net-Projektes.

    Das 3D-Bioprinting ist eine der Zukunfts-Technologien, die Medizin und pharmazeutische Forschung fundamental verändern können. Eine große Herausforderung besteht in der hohen Komplexität dieser Methode: Beim Drucken von lebendem Gewebe und (Mikro-)Organmodellen müssen eine große Vielfalt von lebenden Zellen, verschiedene Biomaterialien wie z.B. Hydrogele oder Biopolymere sowie eine Vielzahl verschiedener Verarbeitungs- und Druckverfahren verwendet und beherrscht werden. Ein wesentlicher Bestandteil im Prozess ist auch die Berücksichtigung strenger regulatorischer Anforderungen für klinische Anwendungen. Das Projekt 3D-Bio-Net befasste sich mit der Gesamtheit dieser Herausforderungen.

    Das Projekt 3D-Bio-Net (FKZ 03VNE1034) wurde von 2017-2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Förderlinie KMU-NetC gefördert.

    FOTO: Der Prototyp eines 3D-Bioprinters ermöglicht das Drucken funktionaler künstlicher Gewebe mit Hilfe innovativer Drucktechnologien und -prozesse.

     

    Kontakt

    Dr. Peter Koltay
    Tel. +49 761 203 73240
    E-Mail

     

     

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